Presse

Eugen Onegin
2008 Theater Pforzheim

„Das war wahrlich ein in jeder Hinsicht gelungener Opernabend! ... Eine Auffassung, die auch das Publikum teilte: der frenetische Schlussapplaus mit vielen Bravo-Rufen galt gleichermaßen den Sängern, dem Dirigenten als auch dem Regieteam. Die von Roman Hovenbitzer in der ästhetischen Ausstattung von Tilo Steffens geschaffene, schön anzusehende Inszenierung kann als Musterbeispiel guter Regiearbeit angesehen werden, vereinigt sie doch in überzeugender Weise konventionelle und moderne Elemente.“ (Orpheus international)

FIDELIO
2007 Theater Nordhausen

„Selbstbetrug, wohin das Auge blickt, und es blickt nicht weit in Tilo Steffens klaustrophobischem Bühnenbild zwischen angedeuteten Gittern und Zäunen. Die Familie des Kerkermeisters Rocco hat sich eine heile Welt eingerichtet, Tochter Marcelline bügelt träumend vor sich hin. Eine Illusion auch zu glauben, ein Hofgang bedeute für die Gefangenen einen kleine Freiheit: Das Umherschlurfen auf ein paar Quadratmetern erlöst niemanden, Mienen und Haltung konterkarieren den O-welche-Lust-Chor. ... Die Botschaft kommt feinironisch daher: Mit der Realität hat der Triumph von Friede, Freude, Gattenliebe nichts zu tun.“ (Thüringer Allgemeine)

DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG
2007 Bayreuther Festspiele

„Tilo Steffens hat ein Bühnenbild gebaut, das bisweilen schier magische Ausblicke beschert. Ein weiter schwerer Raum, von dunklem Holz umfasst, bildet das Grundmuster, die Seitenwände bergen durchscheinende Räume, die Figuren bedeutender Deutscher von Bach bis Hölderlin zeigen, auch Richard Wagner, karikiert unter den tanzenden „Schwellköpfen“ der Festwiese, schließlich zweifach, riesige, fast drohende Monumente, die aus dem Boden wachsen, zum Schlusschor – alles andere als eine Apotheose.“ (Frankfurter Neue Presse)

Der kleine Schornsteinfeger
2006 Staatsoper Hannover

„Bettina Gieses Inszenierung überwindet die Barriere, dieses Fremdheitsgefühl von Kindern und vielen Erwachsenen gegenüber der alten Kunstform Oper mit Leichtigkeit. Giese, Tilo Steffens (Bühnenbild) und Berit Mohr (Kostüme) bringen das Wechselspiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Traum und Realität und zwischen einer Geschichte in der Oper und einer über die Oper erstaunlich klar auf die Bühne. ... Es gibt Momente voller Poesie, in denen man erleben kann, was Oper ausmacht: Als der kleine Schornsteinfeger erschöpft einschläft, verwandelt sich die Bühne unter den schrägschönen Klängen Brittens in einen Traum unter klarem Sternenhimmel. Blätterrauschen hört man, Vogelrufe – und mit glänzendem Gefieder ausgestattete Traumgestalten tauchen die Szenerie in eine unheimliche, imaginäre Welt.“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

Cafe Umberto
2006 Wuppertaler Bühnen

„Die Bühne ist ein verwinkeltes Spiegelkabinett. ‚Vielleicht werden es immer mehr, die hier gar nicht reinpassen’ stellt Lukas, der arbeitslose Erdkundelehrer (Andreas Möckel) fest. Und je nach Beleuchtung sieht sich das Publikum im Cafe des Arbeitsamtes sitzen. ... Anton, der Uni-Dozent ohne Anstellung (Andreas Ramstein) und Paula, die Malerin (Anja Barth), tragen Kronen: sie kämpfen explosiv geladen um die Königstugend, die Menschenwürde. Auch Sonia, die erfolgreiche Fernsehmoderatorin (Julia Wolff) trägt die Krone, die des Erfolgs, der sie so weit von ihrem Mann Lukas entfernt hat. Der wappnet sich mit Ritterhelm und Kettenhemd, ein Kämpfer, dessen Einsatz sich lohnt; am Ende halten beide einander fest an den Händen.“ (WZ)